Der einzige Blumenladen weltweit, in dem Sie die Fotografie der Rose kaufen können. Oder Nelke. Oder Gerbera. Oder Tulpe. Oder..
"Es geht darum, einen Laden zu führen, der wie ein Laden aussieht und wie ein Laden funktioniert."
Prae-IBA-Blumen2020
Blumen - der Film / Alfred Ehrhardt Stiftung, Berlin, 1. Juli 2011
Frühlingsvorfreude / Blumen nur 3,- Euro
der Wolf mit seinem Blumenwagen als Gast der CoachingCulture Gallery
zur Vernissage der Ausstellung: Schön! Schick! Teuer!
Freitag, 12. März 2010, 20 Uhr
Alte Kindl-Brauerei / Galerie-Halle im Sudhaus / Berlin-Neukölln
Dezember 2009 im Schillerpalais, Berlin-Neukölln
"Raus aus der Schublade!" 24 Tage - 24 Künstler - 24 Schubladen
Die Blumenlade zeigt nun erstmals und exklusiv die Blumen, die bisher
nur unter der Ladentheke im Verborgenen blühten.
Blumen bei Nachtundnebel 2009
der Wolf mit seinem Blumenwagen als anonymer Gast
bei Nachtundnebel 2009 in Neukölln
Samstag, 7. November 2009 von 19 bis 24 Uhr
in der Alten Kindl-Brauerei / Sudhaus / Berlin-Neukölln
mehrmagda und der Blumenladen präsentieren:
22. September 2009 von 17 bis 22 Uhr
zur Eröffnung des Berliner Kunstsalon
vorm Humboldt Umspannwerk, Kopenhagener Straße 58
das Blumenauto
der Blumenwagen bei der magistrale 2009
rund um die Potsdamer Straße / September 2009
"KUNST IST UNSER KAPITAL"
Post / Februar 2009
Hallo Herr Klein,
Erinnerung und später Kommentar: Fünf Jahre lang bin ich einmal die Woche am U-Bahnhof Möckernbrücke ausgestiegen und nach zwei/drei Stunden wieder eingestiegen - abends. Auf einmal war da dieser Blumenladen. schön - irritierend - eigenwillig - menschelnd - anregend. Aber meistens hatte er zu - abends halt. Rückzu bin ich immer von der anderen Seite - Richtung Warschauer gefahren.
So dass ich mir den Blumenladen immer mit etwas Abstand - fernschauend quasi - ansah. Gerade der regelmäßige "Anblick" hat jedoch auch seine Wirkung getan - eine anregende Wirkung in Sachen schöpferischem Tun. Seit Sommer 2007 stieg ich nicht mehr dort aus. Nun ist er weg. Ich erinnere mich gerne an ihren Laden. Danke. J.B.
Der Blumenladen zu Gast bei Pecha Kucha, November 2008 im Festsaal Kreuzberg, Berlin. Vortrag hier als Podcast.
Logbuch ohrenkuss
Bonn, 31. Mai 2008 Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Blumenladen aus Holz
Diese Blumen ist gestaltet als Foto gemacht von Wolf Klein aus Berlin.
Er verkauft Blumen auch für 5 EUR und das Holzhaus heißt
Blumenladen, das nur aus Holz gebaut ist.
Das Kunstwerk ist toll.
Das Kunstwerk besteht aus verschiedenen Blumenmerkmalen auf Papier.
Der Wolf Klein hat dem Foto Blumen ausgeschnitten mit dem
guten Form und als Hintergrund geschnitten, mit Blättern hat er auch gemacht.
Diese Laden ist günstig als ein echte Blume, weil da sind nur
die Fotos gemacht sind, weil für mich eine echte Blume kaufen dürfte.
Im Kunstmuseum in Bonn über die Fotos aus Blumen am 31.5.2008 Ohrenkuss-Team: Angela Fritzen, Julian Göpel, Verena Günnel und Björn Langenfeld / www.ohrenkuss.de
Post
Hallo Wolf,
nun beschäftige ich mich schon zwei Tage mit dem Blumenladen und den Begegnungen, die Sie geschildert haben. Ich bin sicher, dabei wird es nicht bleiben. Es freut mich, dass es jemanden gibt, der
Menschen in Worten fotografiert. Oft auf solch komische Weise, die ich bisher nur bei Uwe Timm angetroffen habe. Leider sind seine Beschreibungen oft traurig und komisch zugleich oder
schwermütig, so dass ich nur selten mehrere Geschichten am Stück lesen kann (bis auf Rennschwein Rudi Rüssel). Bei Ihren Geschichten / Bruchstücken / Gedanken ist es dagegen so, dass sie mich zum
Nachdenken bringen oder zum Lächeln. Manchmal wundere ich mich auch darüber, dass Sie so viel Geduld haben und freue mich, wenn es Ihnen einmal nicht gelingt, nur Beobachter zu sein. Es ist
schön, dass Sie die kleinen Dinge des Lebens sehen und es sich zugetraut haben, diese in einem Buch herauszubringen. Ich war auf ebensolche Weise glücklich mit Ihrem Buch in Händen, die ersten
Seiten gestern auf dem Nachhauseweg lesend (nein, ich habe alle Laternenpfähle ausgelassen und die murrenden ausweichenden Leute ignoriert), wie zu dem Zeitpunkt, als ich die ersten Gedichte und
Lieder von Gundermann gelesen habe. Es gibt nicht viele, die Ihre Mitmenschen so treffend, mit wenigen Worten (oft sind es ja die reinen Monologe) beschreiben können. Ich habe gestern in Bonn
gegen 17.00 Uhr nach anfänglichem Zögern nach Ihrem Buch gefragt und es gekauft. (Ach ja, nach Fotos von Margeriten und Vergissmeinnicht habe ich gefragt - vielleicht haben Sie innerlich die
Augen gerollt darüber...) Nun bin ich gespannt, ob und wie Sie mich beschreiben :0) bzw. wie Sie mich gesehen haben. Viele Grüße (und eine gute Heimreise wünsche ich Ihnen) C.H.
Schönen guten Tag,
darf ich vorstellen: der Blumenladen. Der Blumenladen ist eigentlich ein ganz normaler Blumenladen, bis auf einen kleinen Unterschied, alle Blumen sind ausschließlich fotografiert. Die Ware, die Sie im Blumenladen kaufen können, ist die Fotografie der Blume.
Der Blumenladen ist dabei keine Galerie oder Ausstellung, sondern eine Art "stationäre Performance". Es geht um die Handlung, einen Laden zu führen, der wie ein Laden aussieht und wie ein Laden funktioniert. In diesem Laden gibt es Blumen, die wie Blumen aussehen und (visuell) wie Blumen funktionieren.
Im Blumenladen können Sie Nelken, Rosen oder Tulpen kaufen. Oder besser gesagt, Fotografien von Nelken, Rosen oder Tulpen. Was vermeintlich auf dasselbe hinausläuft. Aber manchmal auch Verwirrung stiftet. Obwohl die Menschen doch immer sagen "Das ist eine Rose!", wenn sie die Fotografie einer Rose sehen.
Und so wie die Fotografie der Rose tut, als ob sie eine Rose sei, so tut der Blumenladen, als ob er ein Blumenladen wäre. Sie können einfach in den Laden gehen und die Fotografie der Rose kaufen. Oder Sie können sich einen ganzen Blumenstrauß zusammenstellen.
Und Ihre Blumen können Sie dann nach Hause tragen, oder verschenken, oder Sie freuen sich einfach daran. Und dann funktioniert die ganze Idee des Blumenladens einfach so. Das ist das Schöne daran. Eine original Blumenladen-Blume kostet nur wenig und hält fast ewig. Und wenn Sie die Blume zu Hause noch einmal anschneiden, dann hält sie noch viel länger.
Mit herzlichen Grüßen, Ihr freundlicher Blumenfachverkäufer
die große Stadt
Immer wieder fragen mich Menschen: „Sagen Sie mal, Herr Klein, wovon leben Sie eigentlich?"
Nun, hauptsächlich lebe ich von der Hoffnung, mit dem Blumenladen große, glänzende Kunstpreise zu gewinnen, Ruhm und Anerkennung zu erlangen, und haufenweise mit Geld überschüttet zu werden. Das heißt konkret, ich sitze tagelang zu Hause rum und bastele in mühevoller, akribisch-pedantischer Kleinarbeit Blumenladendokumentationsmappen für Kunstpreiswettbewerbe. Wie gerade jetzt wieder für den ‚Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis 2007 StadtANSICHTEN - Künstlerische Ideen zur Metropole Berlin'. In der Ausschreibung hieß es:
„Thema des diesjährigen Kunstwettbewerbs ist die Großstadt mit ihren urbanen sich wandelnden Strukturen und Formen. ... Die Stadt erfindet sich täglich neu: Architekturen entstehen, ersetzen Altes oder fügen sich in Bestehendes ein. Straßen, welche die Stadt wie Lebensadern durchziehen, werden neu geschaffen. Es etablieren sich sichtbare und unsichtbare Grenzen. Shopping-Arkaden bilden einen eigenen Kosmos im Organismus der Großstadt. Freie Areale innerhalb der Stadt bieten mitunter Einblicke in die wilde Natur. ... Die besten Arbeiten werden in einer Ausstellung in der Rathaus-Galerie Tempelhof der Öffentlichkeit präsentiert. ..."
Also habe ich eine Blumenladendokumentation über meine Zeit im U-Bahnhof Möckernbrücke zusammengestellt. Heute Vormittag habe ich dann bei dem zuständigen Ansprechpartner im Kunstamt Tempelhof-Schöneberg / Tempelhof, Herrn P., angerufen, um ihn zu fragen, ob ich die Bewerbungsunterlagen denn im Kunstamt persönlich abgeben könne.
„Selbstverständlich."
„Können Sie mir denn auch noch die Uhrzeiten nennen?"
„Ich soll Ihnen sagen, wie spät es jetzt ist?"
„Nein, ich möchte wissen, bis wann ich jemanden erreichen kann."
Die Auskunft habe ich dann noch bekommen. Den Pförtner bis achtzehn Uhr, ihn persönlich bis fünfzehn Uhr. Ich habe dann auf dem Stadtplan nachgesehen, wo die Rathausstraße in Tempelhof ist, in der irgendwo das Kunstamt ist. Und dann bin ich am frühen Nachmittag mit dem Fahrrad losgefahren.
Seit der Zusammenlegung der Stadtteile Schöneberg und Tempelhof zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg gibt es das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg in Schöneberg und das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg in Tempelhof. Das finde ich verwirrend. Das Kunstamt in Schöneberg kenne ich. Das Kunstamt in Tempelhof ist am Arsch der Welt. Und in Mariendorf (Bezirk Tempelhof). Das finde ich sehr verwirrend. Und gefunden hab ich's erstmal nicht.
Ich fuhr lange durch eine graue, autoverstopfte Straße. Dann fing es an zu regnen. Zuerst Nieselregen, dann stärker. Ich fuhr immer noch. Dann fand ich die Rathausstraße. Dann fuhr ich in die falsche Richtung der Rathausstraße. Dann fuhr ich die Rathausstraße zurück, dann in die andere Richtung. Dann fand ich die passende Hausnummer. Ein trostloser, grauer Betonklotz, ein Überbleibsel der Siebziger. Mit grünen Fensterrahmen. Es regnete immer noch. An dem Haus stand ein Schild: "Gesundheitsamt". Vor der Tür standen drei graue Männer in Trainingsanzügen und rauchten. Da ich kein anderes Haus gefunden habe, bin ich durch die Tür hinein, ins Gesundheitsamt. Im düsteren Innenraum ein Glaskasten mit einem Pförtner, der die Behindertenquote des Amtes erfüllen muss.
„Entschuldigung, ist hier auch das Kunstamt?"
„Erste Etage, Zimmer hundertsieben bis hundertneun."
„Danke."
In der ersten Etage ein dunkler Betongang. Eine Glastür. Dann eine graue, magere Frau im Strickpullover. In der Hand eine nochnichtbrennende Zigarette. Noch eine Glastür. Dann eine dunkelrote Holztür, daneben ein Schild: "107. Herr P."
Ich klopfte und öffnete die Tür. Ein dunkler, kistenförmiger Raum. Ein Mann im dunklen Anzug kam mir entgegen. Ich habe ihm meine Bewerbungsmappe gegeben und dann bin ich wieder gegangen. Es regnete immer noch.
der Blumenladen gewinnt 3. Platz beim Kunstpreis Tempelhof-Schöneberg 2007
"StadtANSICHTEN" Künstlerische Ideen zur Metropole Berlin
Zur feierlichen Ausstellungseröffnung und Preisverleihung des "5. Tempelhof-Schöneberger Kunstpreises 2007" im Rathaus Tempelhof hielt der Kulturstadtrat von Tempelhof-Schöneberg eine kleine Rede. Er begrüßte uns alle und dankte uns. Und er erklärte uns nochmal das Thema des "5. Tempelhof-Schöneberger Kunstpreises 2007", die Großstadt mit ihren urbanen sich wandelnden Strukturen und Formen. Und dann sagte er, im Vorfeld habe es kritische Stimmen gegeben, die behaupteten, die Preisgelder des Kunstpreises seien zu niedrig. Er sei der Meinung, wenn er Künstler sei, und einen Preis bekäme, dann würde er ihn nehmen und sich darüber freuen. Und sich nicht noch beschweren.
Dann überreichte er uns einen offiziellen Zettel vom "Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin; Abteilung Schule, Bildung und Kultur; Dezernent und stellv. Bezirksbürgermeister", auf dem uns amtlich bestätigt wurde, dass wir den Preis gewonnen hätten, auf Empfehlung einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz einer Kulturhistorikerin. Ich habe den Zettel genommen und mich darüber gefreut.
der Vermieter
Neulich habe ich mich mit der Kunsthistorikerin unterhalten. Sie erzählte mir von der mimetischen Funktion der Kunst: das Nachahmen. Und sie erzählte mir von einem legendären Wettstreit zwischen zwei Malern bei den alten Griechen. Sie hatte gerade darüber gelesen. Die zwei Maler wollten herausfinden, wer denn der beste Maler sei. Und der beste Maler sei wohl der, der das beste Bild male. Und das beste Bild sei ja wohl ein Bild, das von der Wirklichkeit nicht zu unterscheiden sei. Also malte jeder der beiden Maler sein bestes Bild.
Und dann kam der Tag, an dem sie ihre Bilder präsentierten. Der erste Maler zeigte sein Bild. Er hatte Trauben gemalt, und die sahen so echt aus, dass Vögel angeflogen kamen, um an ihnen zu picken.
Das Bild des zweiten Malers war von einem leinernen Vorhang bedeckt. Der erste Maler forderte den zweiten Maler auf, endlich die Verhüllung zu entfernen, damit er das Bild sehen könne. Und dann kam die große Überraschung. Der Vorhang selbst war in Wirklichkeit ein gemalter Vorhang und damit das Bild. Und deshalb war der zweite Maler der große Sieger. Denn der erste Maler hatte die Augen der Vögel getäuscht, der zweite Maler hatte die Augen des Künstlers getäuscht.
Heute Nachmittag kam der Vermieter in den Blumenladen. Er hatte eine kleine Fotokamera dabei und fragte, ob er denn ein paar Fotos vom Blumenladen machen könne. Er bräuchte nämlich die Bilder als Beweisfotos für seinen Anwalt. Zwei Mietparteien aus dem Haus hätten ihn verklagt wegen der Nebenkostenabrechnung. In der Rechnung sei der Wasserverbrauch viel zu hoch, und das liege daran, dass im Haus unten ein Blumenladen sei.
























