Karnation der Blumenladen Wolf Klein

die ersten Blumenläden

 

 

Karnation der Blumenladen Wolf Klein

 

Knospen. Die Geburt des Blumenladens. Februar 2002

 

Manchmal schlüpft ein glitschig-schleimiges, bösartiges Reptil aus einer zähen, blutigen Masse. Manchmal schlüpft aber auch eine zarte, kleine, reizende, wunderschöne Blume. Beide verfaulen am Ende der Nacht. Und alle Beteiligten fragen sich überrascht, wie konnte das bloß geschehen? Was bleibt, ist die Hoffnung. Die Hoffnung auf das nächste Mal.

 

 

was es ist und was es nicht ist

 

Der Blumenladen ist ein Raum, in dem Bilder an den Wänden hängen.

Deshalb denken viele Menschen, es sei eine Ausstellung.

Das ist falsch.


Der Blumenladen ist ein Ladenraum, in dem Bilder präsentiert werden, die man kaufen kann.

Deshalb denken viele Menschen, es sei eine Galerie.

Das ist falsch.


Der Blumenladen wird von einem Künstler betrieben, der in diesem Raum Bilder verkauft, die er selbst produziert hat.

Deshalb denken viele Menschen, es sei eine Produzentengalerie.

Das ist falsch.


Der Blumenladen ist ein Laden, in dem Blumen zum Kauf angeboten werden.

Deshalb denken viele Menschen, es sei ein Blumenladen.

Das ist richtig. Na ja, fast.

 

 

karnation

 

(spätlatein., "Fleischdarstellung", bei Sulzer: "Fleischung")

in der Malerei die Behandlung der Fleischfarbe, die Darstellung des Nackten am menschlichen Körper. Das Studium derselben gehört zu dem wichtigsten in der Malerei. Hervorragende Meister in der Karnation sind Tizian und die Venezianer, Correggio und Rubens.

 

 

was es sein kann

 

How ingenious is this: a flower shop where rather than buying cut flowers, you buy photos of plant bits that are then constructed into 3-Dimensional arrangements. Wolf Klein's Der Blumenladen (The Flower Shop) is part old-school flower shop, part mad take-out menu, and part wacky flip book with a splash of conceptual art (at least that's the impression given by Google's translating tool - the site is in German). What's more, patrons can mix it up by choosing leaves and flowers of assorted plants to build a monster plant or keep it simple with a sole flower. Whatever your floral tastes, cut stems last a week at best, while a photo lasts a lifetime - no care required.


Paper Flowers from Der Blumenladen. We discovered Der Blumenladen (The Flowershop), on ReadyMade. Run by Wolf Klein in Berlin, this build-a-bouquet flower shop is a far-fetched concept gone so right: 3-D flower arrangements created with photos. Besides the innovation of shop, we like the idea of not trying to make fake flowers look too real.


Here's a new idea... imagine a flower shop where rather than buying fresh flowers, you buy photos of plant pieces that are then made into 3-D bouquets. Wolf Klein's Der Blumenladen (The Flower Shop) is a unique idea, and has to be the first paper flower shop on the block. It makes me want to get out the camera and make my own arrangements that I don't have to keep alive.


This idea made me smile: Wolf Klein's blumenladen (Flowershop) is located in Berlin and is a different type of flower shop: Instead of buying a real flower you can buy a photo of the flower. Take them home and arrange them however you feel like. No watering needed.

 

 

die Blumenläden


der erste Blumenladen

Berlin-Friedrichshain, 2002 bis 2006


der Blumenladen Marktstand

zur Langen Nacht der Museen im Schloss Charlottenburg, Berlin

August 2003, organisiert von Frederike Frei

 

 

der Blumenladen Filiale 1

im Museum Haus Ludwig, Saarlouis, Kunstszene Saar, Landeskunstausstellung August bis Oktober 2004


der Blumenladen im Kabinett

Kunsthaus Essen, Mai 2006


der Blumenladen

im DomAquarée Berlin, Februar/März 2007


der Blumenladen Kiosk

im U-Bahnhof Möckernbrücke, Berlin, U1 Richtung Uhlandstraße

April bis September 2007


 

 

Designmai 2006     Balkon & Garten 0,0064 Morgen

 

Balkon & Garten - die Gartenzeitschrift aus Berlin thematisiert die Kultur der Natur. Grüne Sehnsucht in der Stadt wird beschrieben von Fotografen, Designern, Gärtnern. Die Zeitschrift wird aus den Beiträgen der Leser gestaltet und bietet damit allen Interessierten ein Forum.

Zum DESIGNMAI 2006 feiert Balkon & Garten 2. Geburtstag und geht aus sich heraus: 0,0064 Morgen Stadt werden beackert von dem Fotografen Wolf Klein der Blumenladen, der Designerin Iris Hartwig Gartenkollektion, dem Fotografen Kai von Kröcher Beton & Garten und dem Designer Harri Brill Sitzbank gamma.

 

 

 

 

Filmpreisblumensträuße / interfilm 23rd international short film festival berlin

 

Blumen für die Preisträger beim interfilm Kurzfilmfestival 2007 in Berlin

Preisverleihung am 11. November 2007 im Kino Babylon Berlin:Mitte

 

 

 

der Blumenladen im Kabinett im Kunsthaus Essen / 6. Mai bis 11. Juni 2006

 

Der „Blumenladen" von Wolf Klein, eine performative Kommunikationsplattform, die ihren originären Standort in einem Ladenlokal im Berliner Stadtteil Friedrichshain besitzt, steht in der Tradition der Produzentengalerie. Der Besitzer des Ladens ist gleichzeitig auch Künstler. Der Blumenladen ist eigentlich ein ganz normaler Blumenladen, bis auf den kleinen Unterschied, daß alle Blumen, die hier zum Kauf angeboten werden, ausschließlich fotografiert sind. Hier kann man Nelken, Rosen oder Tulpen kaufen, oder besser gesagt, Fotografien von Nelken, Rosen oder Tulpen, und sich bei Bedarf einen ganzen Strauß zusammenstellen.


Wolf Kleins Blumenladen ist keine konventionelle Galerie oder Ausstellung, sondern der Künstler bezeichnet seine Intervention als eine „stationäre Performance". Es geht um die Handlung, einen Laden zu führen, der wie ein Laden aussieht und wie ein Laden funktioniert. In diesem Laden gibt es Blumen, die wie Blumen aussehen und (visuell) wie Blumen funktionieren. „Und so wie die Fotografie der Rose tut, als ob sie eine Rose sei, so tut der Blumenladen, als ob er ein Blumenladen wäre." (Wolf Klein)


Erreicht ist damit nicht nur eine Dopplung der Lebenswirklichkeit mit fotografischen Mitteln sowie insbesondere auch eine Aufnahme des mit der Fotografie eng verknüpften Diskurses über die Frage nach der Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit von mediengenerierten Bildern.


Wolf Klein sieht sich selbst stets auch in der Rolle eines aufmerksamen Beobachters, der wie in einem Tagebuch die verschiedenen Begegnungen mit den Besuchern seines Ladens protokolliert, um mit seinen Gesprächsaufzeichnungen eine beeindruckende Sammlung von menschlichen Verhaltensmustern, Emotionen und philosophisch tiefsinnigen Weltanschauungsmodellen vorzulegen. Durch sein künstlerisches „Unternehmen" erreicht er die Aufdeckung der Mechanismen der merkantil orientierten Gesellschaftsordnung, an der auch der Kunstmarkt erfolgreich partizipiert, mit spielerischen Mitteln. Der Blumenladen zeugt von der allgemeinen „Verfügbarkeit von Dingweltbildern".

 

„Der Blumenladen ist einer der international führenden Anbieter im Bereich Kunst-Lösungen. Das umfangreiche Warenangebot beliefert die Menschheit mit besonders innovativen Bildern. Die Vision des Unternehmens ist es, seine Kunden mit hervorragenden Bildern zu beliefern."

 

Dr. Uwe Schramm    Kunsthaus Essen